Gleichwertigkeitsfeststellungsverfahren.jpg

Gleichwertigkeitsfeststellungsverfahren

Bei der Anerkennung von Berufsqualifikationen wird in Deutschland nach reglementierten und nicht-reglementierten Berufen unterschieden. Bei nicht-reglementierten Berufen ist eine Anerkennung nicht notwendig. Hier entscheidet der Arbeitgeber, ob ihm die Qualifikation eines Bewerbers ausreicht.

Sogenannte reglementierte Berufe müssen sich bei Einstellung ausländischer Fachkräfte einer Gleichwertigkeitsprüfung unterziehen. Eine Liste der reglementierten Berufe finden Sie hier.

In der Regel beantragen die Betriebe für ihre ausländischen Bewerber diese Prüfung. Dazu müssen sämtliche Qualifikationsnachweise des Bewerbers bei der zuständigen IHK oder Handwerkskammer eingereicht werden. Für Bewerber aus medizinischen und pflegerischen Berufen ist die Bezirksregierung zuständig. Die Institutionen stehen Ihnen auch für Beratungsgespräche zur Verfügung und klären über den genauen Ablauf auf.
In der Regel dauert die Gleichwertigkeitsprüfung maximal 3 Monate und kostet zwischen 100,- und 600,-€. Beides ist abhängig von der Vollständigkeit der eingereichten Unterlagen, der Qualifikation des Bewerbers und weiteren individuellen Faktoren.

Als Ergebnis gibt es die vollständige Anerkennung, die teilweise Anerkennung oder gar keine Anerkennung. Im letzteren Fall sind die berufsfachlichen Unterschiede zu groß, um diese Defizite auszugleichen und eine Einstellung in diesem Beruf ist nicht möglich.

Bei der vollen Anerkennung ist die Qualifikation des Bewerbers der deutschen Ausbildung gleichgestellt und eine Einstellung ist sofort möglich.

Häufig ist es der Fall, dass der Bewerber eine teilweise Anerkennung erhält. Um im Beruf arbeiten zu dürfen ist dann eine Anpassungsqualifizierung notwendig.